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An den
SPD-Parteivorsitzenden
Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz
Herrn Kurt Beck
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident und SPD-Vorsitzender,
lieber Genosse Kurt Beck,
als Deutsch-Palästinenser und SPD-Mitglied bin ich entsetzt über
eine Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus am 14.11.2007. Dort soll das
antimuslimische Pamphlet "Neu-alter Judenhass-Antisemitismus, arabisch-israelischer
Konflikt und europäische Politik" vorgestellt werden. Das
Buch baut einen antisemitischen Popanz auf und schwingt mit dem Schreckgespenst,
der "Antisemitismus-Keule", weil die Israelkritik, die nichts
mit "Antisemitismus" zu tun hat, auf die brutale völkerrechtswidrige
Besatzungspolitik beruht. Die Autoren wollen mit der "Antisemitismus-Keule"
jede Kritik als "antisemitisch" diffamieren und mundtot machen.
Die in dem Band versammelten Autoren sind zum Teil mehr als fragwürdig;
einer extremer pro-israelisch als der andere. Von Ausgewogenheit keine
Spur. Ein Herausgeber, der sich als "Chefredakteur" bezeichnende
Immobilienmakler Sacha Stawski gehört zu den übelsten Typen,
die man sich nur vorstellen kann. Er betreibt eine Website, die zur
Hetze und Diffamierung Andersdenkender aufruft.
Lieber
Genosse Beck, Du solltest Dir einmal die dokumentarische Website des
Dortmunder Künstlers Erhard Arendt anschauen:
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/honestly_concerned.htm
Dort findest
Du die Agitation gegen führende Journalisten wie Jörg Bremer
(FAZ), Leyendecker (Süddeutsche), Rupert Neudeck (Cap Anamur und
Grünhelme), Ludwig Watzal (Aus Politik und Zeitgeschichte) u.v.a.m.
Nicht einmal Norbert Blüm blieb davon verschont, als er sich gegen
die völkerrechtswidrige monströse Apartheid-Mauer äußerte
und die menschenverachtende "Scharonsche Politik" kritisierte.
Sie alle wurden als "Antisemiten" von diesem Netzwerk gejagt,
indem massiv zum Schreiben von "Protestmails" aufgerufen worden
ist. Darüber hinaus kooperiert Stawski mit rechtsradikalen jüdischen
und antiislamischen und christlich-fundamentalistischen Kreisen. Dies
alles findest Du dokumentiert bei besagtem Arendt.
Du kennst bestimmt die ausgezeichnete Besprechung des Buches von Rudolf
Walther in unserer Zeitschrift "Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte".
Es gibt noch andere, die zeigen mit welchen Typen sich die SPD einlässt.
Alle Beiträge sind geprägt von einer einseitigen Darstellung
im Sinne der Besatzungsmacht Israel. Von Objektivität oder Ausgewogenheit
kann nicht die Rede sein, sondern von Extremismus. Überall, wo
es um Israel-Propaganda geht ist der (Un-)Genosse und "Professor"
Gert Weisskirchen an vorderster Front dabei. Er war noch nicht einmal
in der Lage, bei der Anhörung im Deutschen Bundestag am 22. November
2004 den richtigen "Antisemitismusexperten" einzuladen. Dieser
Scharlatan mit Namen Jörg Rensmann attackiert Professor Alfred
Grosser und Weisskirchen sprang diesem nicht zur Seite. Selbst Claudia
Roth wurde dies zu viel. Weisskirchen wollte eigentlich Lars Rensmann
einladen, den er auch meinte begrüßt zu haben, aber der betrügerische
Bruder klärte diese Täuschung nicht auf. Auch die anderen
Typen, von denen viele der Israel Lobby angehören, schwiegen. Bei
dieser Schmierenveranstaltung war auch besagter Stawski mit seinem antideutschen
Anhang zugegen. Auch ich habe Gert Weisskirchen auf Tagungen persönlich
erlebt. Er gab nie ein gutes Bild für die SPD ab. Er zeichnete
sich stets durch Inkompetenz, Ahnungslosigkeit und Einseitigkeit aus.
Seine Äußerungen führten regelmäßig zu einem
Raunen im Publikum. Wie dieser Israellobbyist zu einem Professorentitel
gekommen ist, verstehe ich nicht. Vielleicht wurde er ihm auch von dieser
unsäglichen Lobby zugeschanzt.
Ich bitte Dich, dem Typen Stawski kein Forum im Willy-Brandt-Haus zu
bieten. Wie mir zu Ohren gekommen ist, hat auch Petra Pau darauf gedrungen,
dass Stawski bei der Vorstellung des Buches im Bundestag nicht zugegen
sein durfte. Aus Gründen der politischen Hygiene solltest Du diesem
islamophoben Hetzer kein Forum unter dem Standbild von dem großen
Sozialdemokraten Willy Brandt bieten, damit dieser nicht vom Sockel
steigen muss und Stawski auf die Straße setzt.
Mit solidarischen Grüßen
Dr. Izzeddin Musa
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