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Aktuelles
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Polemik gegen einen, der entweder ein komischer Kauz oder ein nützlicher Idiot ist
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Manfred
Lahnstein wird am 20. Dezember 2007 siebzig Jahre alt und kein bisschen
Weise. Er studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln.
Ich habe aber nirgends etwas über eine Dissertation, um die Doktorwürde,
oder eine Habilitation, um den Titel eines Hochschullehrers zu erlangen,
finden können! Anscheinend, wer eine Zionistin zur Frau hat, bekommt
schnell von der Universität Haifa solche Titel. Noch nicht einmal
Studierte oder gar ein Abitur besitzen, haben solche Doktorhüte
honoris causa von der Universität Haifa, wie zum Beispiel unseren
früheren Bundesaußenminister Doktor honoris causa Joschka
Fischer, bekommen. Man muss nur ein guter Lobbyist sein, ein Doktorhut
ist ihm dann sicher. Auch Angela Merkel wurde diese Ehre zuteil, eben
wie Prof. Dr. h.c. Manfred Lahnstein. Warum wohl? Antwort: Simcha Flapan, von dem Dr. h.c. Lahnstein vermutlich nichts gehört hatte, ist ein israelischer Politiker. Er war von 1954-1981 Sekretär der Mapam-Partei und Leiter deren Referats für Arabische Angelegenheiten. Er war Gründer und Chefredakteur der Monatsschrift "New Outlook"; er hat das Jewish Arab Institute und das Israeli Peace Research Institute gegründet; er hat am Center for International Affairs an der Harvard University und am dortigen Center for Middle East Studies gearbeitet und war außerordentliches Mitglied am Royal Institute for International Affairs in London. Simcha Flapan starb im April 1987 in Tel Aviv. Sein Buch: "Die Geburt Israels - Mythos und Wirklichkeit", englische Ausgabe erschien im selben Jahr 1987 vor seinem Tod, 1988 deutsche Ausgabe bei Knesebeck & Schuler, später bei Melzer Verlag. Das Buch fußt auf 1982 vom Verteidigungsministerium freigegebenem Material. darin entlarvt Flapan die offizielle Geschichtsschreibung, sieben Mythen israelischer Politik, als israelische Lügen-Propaganda. Flapan machte eine schmerzhafte Erkenntnis, als seine Erforschungen Chaim Weizmann, der maßgeblich am Zustandekommen der Balfour-Deklaration beteiligt und der erste Staatspräsident Israels war, als "Vater" des Gedankens, "den Palästinensern dürfe kein Anspruch auf nationale Selbständigkeit zugestanden werden", herausbrachten. Weizmann war auch nicht bereit, den Palästinensern, als arabische Einwohner im jüdischen Staat, dieselben nationalen Rechte oder Ziele zuzugestehen. Ein Zustand, an dem bis heute nichts geändert hat, auch wenn Israel nach Außen Gleichberechtigung, für alle seine Bürger, propagiert. "Ein leidgeprüftes, verfolgtes Volk suchte nach Schutz und einem eigenen Staat und fand beides zu einem furchtbaren Preis, den ein anderes Volk zu zahlen hatte." Tanya Reinhart. Das ist die nackte Wahrheit. Die Zionisten begangen, mit Unterstützung der westlichen Welt, ein menschliches Verbrechen an das palästinensische Volk. Gesühnt haben bis jetzt nichts. Simcha Flapan entlarvte in seinem Buch die sieben Mythen und Lügen israelischer Propaganda: Dritter Mythos: "Die Flucht der Palästinenser aus dem Land, sowohl vor als auch nach der israelischen Staatsgründung, setzte ein als Reaktion auf einen Aufruf der arabischen Führung, das Land vorübergehend zu verlassen, um dann mit den siegreichen arabischen Armeen zurückzukehren. Sie traten die Flucht an trotz der Bemühungen der jüdischen Führung, sie zum Bleiben zu veranlassen". Flapan meint: Wahr ist, dass die politischen und militärischen Führer Israels auf diese Flucht hin arbeiteten, da ihrer Überzeugung nach die zionistische Besiedlung und die israelische Staatswerdung den "Transfer", das heißt: die "Vertreibung" der arabischen Palästinenser in arabische Nachbarländer erforderlich machten. Die Aussagen, auch früherer zionistischer Führer, bestätigen dieses Vorhaben. Israel Zangwill forderte, "die Einheimischen zu verjagen". Sein politischer Schlachtruf: "Ein Land ohne Volk, für ein Volk ohne Land" beweist die Aggressivität, mit der die Zionisten ihre Ziele verfolgten. Dass Palästina menschenleer war, wie die Zionisten stets behaupteten, kann doch kein Mensch behaupten. Zitat aus
dem Diensttagebuch Jitzhak Rabins [zitiert bei David Shipler, New York
Times, 22. Okt. 1979]: "Yigael Allon fragte Ben Gurion, was mit
der Zivilbevölkerung geschehen solle. Ben Gurion [alias David Grün,
geb. 1886 in Plonsk, damals Russisch-Polen] machte eine Handbewegung,
die man nur als "Fortjagen" deuten konnte. "Fortjagen"
ist ein Ausdruck, der einen harten Klang hat. Psychologisch war das
eine der schwierigsten Maßnahmen, die wir ergriffen. Die Bewohner
von Lydda gingen nicht freiwillig. Es gab keinen anderen Weg, als Gewalt
und Warnschüsse einzusetzen, um die Bewohner dazu zu bringen, dass
sie die 20 oder 25 Kilometer bis zu der Stelle marschierten, wo sie
auf die Arabische Legion trafen." Flapan weiter: "Die zionistischen
Führer befürchteten, eine große Zahl von Nichtjuden
werde die Stabilität des neuen Staates sowohl in militärischer
als auch gesellschaftlich Hinsicht gefährden, ersteres weil man
diese Bürger als eine potentielle fünfte Kolonne für
die Streitkräfte der feindseligen arabischen Nachbarstaaten betrachtete,
letzteres weil gewichtige islamische und christliche Minderheiten den
jüdischen Charakter des neuen Staates in Frage stellen würden.
Chaim Weizman sprach sicherlich vielen aus dem Herzen, als er
dies als eine "Vereinfachung des Problems" bezeichnete. Schon 1937 erklärte Ben Gurion: "Wir müssen die Araber hinauswerfen und uns an ihre Stelle setzen". 1948, kurz nach Staatsgründung, ernannte Ben Gurion einen Transferausschuss, und erklärte eine Woche danach der Jewish Agency: "Ich bin für eine Zwangsumsiedlung." Mitte der Achtziger Jahre freigegebene Dokumente werfen ein neues Licht auf die Thematik. Demzufolge beruht die Massenvertreibung auf einen gezielten Plan in den Köpfen der Zionisten. Plan "D" (Dalet) der Hagana vom März 1948 beinhaltet Aktivitäten gegen feindliche Siedlungen, ... diese umfassten die Zerstörung ganzer Dörfer, die Bekämpfung und Vernichtung der Feinde und die Vertreibung aus dem Staatsgebiet. Auch andere Aspekte wurden in den Plan "D", wie psychologischer Kriegführung u.a., nicht ausgelassen. Pappe zählt 31 dokumentierte Massaker und sechs weniger dokumentiert. Mehr unter: www.palaestina-stimme.de /Abhandlungen: "eine Legende zerbröckelt" Der Historiker Benny Morris schreibt 1987 in seinem Buch "The Birth oft he Palestinian Refugee Problem" ebenfalls, dass die Gewalt, die Einschüchterung und die Vertreibung der zivilen palästinensischen Bevölkerung durch die zionistischen Terrorbanden der Haganah, Irgun und Stern, schon im Dezember 1947 begann. Er wurde deshalb von anderen zionistischen Historikern als "Antizionist" beschimpft, obwohl er immer als glühender Zionist war und auch geblieben. Zu Beginn des Jahres 2004, als die Aqsa-Intifada einen Höhepunkt erreichte, hat er sich in "Gardian und "Haaretz" als Befürworter der Vertreibungen von 1948 offenbart. Er ging sogar einen Schritt weiter und befürwortete im Notfall eine "ganze Arbeit zu leisten". Was er wohl damit gemeint hat, muss der Fantasie des Lesers überlassen werden. Er antwortete in einem Interview auf die Frage "Ob Ben-Gurion zu wenig Araber vertrieben habe?" eiskalt: "If he had already engaged in expulsion, may be he should have done a complete job. If he had carried out a full expulsion - rather than a partial one - he would have stabilized the State of Israel for generations. Frage: "Sollten auch die israelischen Palästinenser vertrieben werden?": "The Israeli Arabs are a time bomb. Their slide into complete Palestinization has made them an emissary of the enemy that is among us. They are a potential fifth column. In both demogaraphic and security terms they are liable to undermine the state." "Wenn es die Umstände erfordern, wird die Ausrottung (der Palästinenser) die "final solution" sein. Diese unglaublichen zionistisch-rassistischen Äußerungen waren auch unter anderem notwendig, damit seine Bücher wieder in Israel erscheinen dürfen. Die Lügenpropaganda der politischen Elite in Israel: "Es habe 1948 keine Vertreibungen gegeben" hat das Buch von Ilan Pappe entzaubert. 2. Lahnstein
behauptet: Antwort:
(mehr unter: www.palaestina-stimme.de /Abhandlungen: "Auf die Spuren von Gog und Magog", Arthur Koestler "Der Dreizehnte Stamm" 1989, engl. Ausgabe 1976). Erster
Mythos: Richtig ist, dass die Mehrheit der Zionisten gegen eine Teilung war. Wie meine Nachforschungen ergeben haben, war Ben Gurions Eintreten für den Teilungsplan rein taktischer Natur und "ein Sprungbrett für weitere Expansion". Also in Wirklichkeit nur ein taktisches Zugeständnis im Rahmen einer unveränderten Gesamtstrategie. Diese Strategie zielte darauf ab, zunächst einmal die Schaffung eines selbständigen Staates der arabischen Palästinenser zu hintertreiben. ... Des Weiteren zielte diese Strategie auf die Ausweitung des von der UNO für den jüdischen Staat ausgewiesenen Territoriums. Wladimir (Zeev) Jabotinsky strebte ja einen jüdischen Staat zu beiden Seiten des Jordan. Das scheinbare "Ja" Israels zur UN-Teilungsresolution (Karte 5, S. 42 bei Flapan) blieb lange die wirksamste Waffe der israelischen Propaganda, auch noch als man längst begonnen hatte, gegen einen Paragraphen nach dem anderen zu verstoßen. Noch heute, da Israel die West Bank, den Gazastreifen, die Golanhöhen und dem Südlibanon kontrolliert, klammern sich die Israelis an diesen in ihrem nationalen Selbstverständnis und ihren Schulbüchern gleichermaßen fest verankerten Mythos. Dabei hatte im Laufe der gesamten hundertjährigen Geschichte der zionistischen Bewegung und des Jischuw (der jüdischen Gemeinschaft in Palästina) die große Mehrheit der Zionisten immer einen homogenen jüdischen Staat im gesamten (und darüber hinaus) oder zumindest im größeren Teil von Palästina (nur vor erst) vor Augen gehabt. Der ehemalige Terrorist Menachem Begin erklärte: "Die Zweiteilung unseres Heimatlandes ist ungesetzlich. Sie wird niemals anerkannt werden" (siehe Flapan). Um die Geschichte der Teilung Palästinas kurz zu resümieren: 1917 verkündete Großbritannien die sogenannte "Balfour-Deklaration", die die zionistische Bewegung alsbald zu ihrer "Magna Charta" erkor. Als die World Zionist Organisation (WZO) zwei Jahre später der "Pariser Friedenskonferenz" eine Karte der geplanten "Heimstätte" vorlegte, zeigte sich, dass deren Territorium nicht nur ganz Palästina einschloss, sondern ein Gebiet vorsah, das sogar über das Staatsgebiet des heutigen "Großisrael" (Israel bis 1967 - der eroberten Gebiete Westjordanland, Gazastreifen und die Golanhöhen) hinausging (Karte 1, bei Flapan s. 28, Palästina-Plan der Zionisten 1919). 3. Lahnstein
behauptet: Antwort: Diese Lüge
ist bereits oben widerlegt worden. Auf Seiten der Zionisten bestand
ein Plan zur 4. Lahnstein
behauptet:
Hier kann es sich eigentlich nur um ein inhaltsloses Wischi-Waschi-Gerede handeln, dem ein Sinn fehlt. Längst ist es bewiesen, dass alle Kriege mit Israel immer um Angriffskriege von Israel waren. Wer hat es auch jemals behauptet, dass arabische Armeen angetreten waren, um den Vertriebenen zu stoppen? Auch Pappe nicht. Herr Lahnstein führt diese Behauptung, wohl absichtlich und irreführend oder aus Kenntnismangel von Geschichtsfakten. Natürlich weiß jeder sehr genau, wozu Propaganda fähig ist. Siehe die Propaganda-Lügen, -Mythen und -Legenden des zionistischen Staates Israel, der stets darauf bedacht war, Tatsachen zu vernebeln, um die westliche Welt zu stillen wobei ja diese auch wohlwollend vernebelt werden wollte (lesen bei: Simcha Flapan, Ilan Pappe, Benny Morris, Noam Chomsky, Norman Finkelstein, Tanja Reinhart, Baruch Kimmerling u.v.a.m.) . Als "Waffe" für die Aufrechterhaltung historischer Mythen und Legenden und um Kritik abzuschotten setzt Israel und alle seine Ableger und Lobbyisten die "Antisemitismus-Keule" mit großem Erfolg ein. Damit schüchtert es jeden ein und macht ihn mundtot. Wer sich für die historische Wahrheit interessiert, sollte unbedingt beide Bücher von Simcha Flapan (wieder erhältlich bei Melzer Verlag, nachdem es vergriffen worden war) und Ilan Pappe (inzwischen ist das Buch nicht erhältlich beim Verlag). Es sind nämlich nur die Zionisten, die die Wahrheit, wie die Vampire das Tageslicht, nicht ertragen können, da diese Wahrheit ihren Plänen durchkreuzt. 5. Lahnstein
behauptet: Antwort: Mag sein,
sogar sicher, dass durch persönliche Freundschaften zwischen Araber
und Juden, solche Begebenheiten sich ereigneten. Aber gab sie etwa nicht
auch in Nazi-Deutschland? Die gibt es auch heute in Palästina und
Israel. Man denke nur an die vielen Friedensaktivisten und -bewegungen
auf beiden Seiten, auch in Europa und auf der ganzen Welt, die mit der
zionistischen Besatzungsmacht, und ihrer Gräueltaten nicht einverstanden
sind. Was Lahnstein führt ist lediglich oberflächlich und
eine Augenwischerei, nicht mehr und nicht weniger. Das kann nicht gegen
das Buch von Pappe angewendet werden. Wenn einem die Argumente fehlen,
bleiben ihm nur solche Geschichtchen übrig, womit man vom Eigentlichen
abzulenken versucht.
Was ist
das für ein Schwachsinn? Was hat das mit der Vertreibung zu tun?
Die Zionisten haben es eben nicht geschafft, alle Palästinenser
zu vertreiben. Aber das steht bei ihnen auf der Agenda und sie versuchen
es bis heute, wie man in Palästina tagtäglich, Tag ein Tag
aus beobachten kann. Vorausgesetzt er schaut hin! Abgesehen von Ilan
Pappes Buch ist es eine vielfach und täglich belegte Tatsache,
dass es in Palästina eine ethnische Vertreibung gegeben und bis
heute gibt. Das ist ein ungeschriebenes aber täglich praktiziertes
Gesetz in Israel. Sogar in der Knesset hat Liebermann gefordert, die
Immunität der arabischen Vertreter aufzuheben, um sie wie Freiwild
zu behandeln und ins Gefängnis zu stecken, wie die etwa 12.000
anderen Gefangenen. Azmi Bishara ist vor Angst um sein Leben abgehauen.
Einige andere Zitate sollten dokumentieren, was die Zionisten mit den
Palästinensern vorhaben: Wenn Professor
Doktor honoris causa meint, dass Ilan Pappe den Anspruch auf wissenschaftliche
Seriosität mit seinem Buch selbst aufgegeben hat, dann ist damit
bewiesen, dass Lahnstein absolut nur nach dem Mund der Zionisten uns
etwas vorgaukeln will. Ein Armutszeugnis für einen instrumentalisierten
Lobbyisten. Wenn jemand längst entlarvte und entzauberte Mythen
und Lügen israelischer Politik immer noch vertritt, dann darf man
sich nicht wundern, wenn dem die Befähigung abgesprochen wird,
über andere Persönlichkeiten vom internationalen Ruf zu urteilen.
Seine Urteilskraft wäre sonst bar jeder Seriosität.
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